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Mini-Trikots für den Tischkicker

Mini-Trikots für den Tischkicker

(04.07.2006) Die WM kann jetzt auch authentisch am Tischfußballtisch ausgetragen werden - dank dreier junger Designer aus Hamburg. Sie haben für die kleinen Holzkicker an den Eisenstangen eigene Trikots entwickelt. Die Minileibchen in Nationalfarben haben sich zum Verkaufsschlager entwickelt.

Klar, für die deutschen Spieler gibt es auch die Nr. 13 und die Nr. 20. Schließlich sind das die Nummern, die zwei der wichtigsten deutschen Kicker, Michael Ballack und Lukas Podolski, tragen. Ohne die geht es auch beim Tischfußball nicht, fanden Stefan Schabenberger, Susanne Märcz und Markus Schmidt. Denn die Mini-Trikots, die die drei Jungdesigner für Tischfußballfiguren entwarfen, sollen ja möglichst authentisches WM-Flair auf das Miniaturspielfeld bringen.

Mit ihrer Idee, auswechselbare Fußballleibchen für Kicker zu verkaufen, haben die drei Hamburger eine Marktlücke entdeckt. Die Hemden lassen sich einfach per Klettverschluss anbringen, die Ausstattung für eine Mannschaft kostet 14,90 Euro. So lässt sich jedes beliebige Match schon im Vorfeld auf dem Holzspielfeld in der Kneipe austragen - und im Notfall könne man eine ausgeschiedene Mannschaft so auch einfach wieder zurück in die Meisterschaften holen, sagt Stefan Schabenberger.

1000 der inzwischen patentierten Sets sind inzwischen schon verkauft. Bestellt haben die Leibchen nicht nur ballverrückte Kneipen-Kicker, sondern auch Banker von Goldman-Sachs sowie Unternehmensberater aus Luxemburg und der Schweiz, staunt Erfinder Schabenberger. Bei Hemdchen von England, Niederlanden und Frankreich gibt es sogar bereits Lieferengpässe, was den Jungunternehmer mächtig ärgert.

Doch da will er bald Abhilfe schaffen - und das Geschäft soll auch kein WM-Trend bleiben. Die Zukunft liege möglicherweise im Give-Away-Geschäft, glaubt Schabenberger. VW und Audi hätten die Leibchen schon mit eigenem Firmenlogo geordert. Außerdem überlegen die Trikot-Schneider gerade den Einstieg in die Bundesliga. Den FC St. Pauli wolle man, wenn möglich, als erstes aufs Kneipen-Spielfeld bringen, sagt Schabenberger - aus persönlicher Neigung heraus aber auch aus rein praktischen Gründen. Die Lizenzgebühren seien da wohl noch bezahlbar.

Nicht zuletzt denken die Trikot-Pioniere auch global. Derzeit werden Trikots speziell für den amerikanischen Markt geschneidert. Im Vergleich zu den deutschen Überziehern müssen die viel größer sein und dürfen keine Ärmel haben. Denn die Tischkicker in den USA seien muskulöser als die deutschen, erklärt Schabenberger. Und die Amis ständen eher auf Muskelshirts.

 

 

 
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